Wir freuen uns mit Ansgar Jonietz über die Auszeichnung zum „Manager des Jahres“ ! Nachdem der laienverständliche Arztbrief bereits im DKIF Jahrbuch 2016 verewigt wurde, hat jetzt auch das Gesundheitswirtschaftsmagazin kma Ansgar Jonietz, Gründer, Alleingesellschafter und Geschäftsführer von „Was hab‘ ich?“ auf der Gala des Clubs der Gesundheitswirtschaft (cdgw) zum „Manager des Jahres“ Details auf KMA Online gekürt und damit ein Meilenstein in der Patientenkommunikation gewürdigt.

Was nützt die beste Behandlung in der Klinik, wenn der Patient nicht weiß, wie er sich nach der Entlassung
verhalten soll? Erstmals können Patienten direkt von der Klinik eine leicht verständliche Version des Entlassungsbriefes bekommen, den sogenannten „Patientenbrief“. Die Paracelsus-Klinik Bad Ems ist hier ein Vorreiter. Die Idee zum laienverständlichen Patientenbrief entstand in Bad Ems bereits im Jahr 2012. Die Idee: Alle Patienten eines Krankenhauses sollen zusätzlich zum Entlassungsbrief eine schriftliche Information in leicht verständlicher Sprache erhalten, eben jenen „Patientenbrief“. Damit wollte die Paracelsus-Klinik Bad Ems der Vision von einer besseren Arzt-Patienten-Kommunikation näher kommen. Nach Überzeugung der Ärzte muss der mündige Patient seine Erkrankung verstehen, um sich gemeinsam mit dem Arzt für eine bestimmte Therapie entscheiden zu können. Als Grundlage für seine Gesundheitskompetenz benötigt er individuelle und leicht verständliche Gesundheitsinformationen.

Anstatt des bisher an Patienten ausgehändigten Arztbriefes, der in medizinischer Fachsprache für den weiterbehandelnden Arzt geschrieben ist, wird der Patientenbrief individuell für den Patienten und seine Angehörigen erstellt und enthält patientengerechte Informationen über sein Krankheitsbild, vorgenommene
Untersuchungen sowie gesundheitsförderliches Verhalten nach der Entlassung. Durch den Patientenbrief erhalten
Patienten und Angehörige ein besseres Verständnis der Erkrankung; er soll die Gesundheitskompetenz und damit auch die Gesundheit der Patienten nachhaltig erhöhen. Die Informationen befähigen Patienten, selbstbestimmt zu handeln und gemeinsam mit dem Arzt Entscheidungen zu treffen. Außerdem erlebt der Patient mehr Transparenz und erhält größeres Vertrauen in die medizinischen Maßnahmen des Krankenhauses. Eine Studie an Patienten mit Herzkranzgefäßerkrankungen ergab: Wenn vom Arzt alle wichtigen Informationen vermittelt wurden, stieg die Absicht der Patienten, ihr Verhalten gesundheitsförderlich zu verändern. Medizinisches Wissen und Verständnis für notwendige Behandlungen tragen demnach zu einer besseren Therapietreue bei. Von einem breiten Einsatz des Patientenbriefs erwartet man in Bad Ems genau diese Effekte: Der Patientenbrief wird die Gesundheitskompetenz der stationär behandelten Patienten erhöhen und nachhaltig zu einer besseren Gesundheit beitragen.

Der Patientenbrief wirkt auch als Bindeglied zwischen stationärem und ambulantem Sektor und wird Bestandteil eines professionellen Entlassungsmanagements.

Die ganze Geschichte mit allen Details im DKIF-Jahrbuch 2016.