Eine vollständige und effiziente klinische Dokumentation ist für Kliniken unverzichtbar, nicht nur weil sie die Behandlungsqualität dokumentiert. Sie ist auch ein effizientes Instrument, gar wesentliche Voraussetzung für die Qualitätssicherung und das Qualitätsmanagement in Kliniken. Im Klinikum St. Marien Klinik in Amberg hat man das erkannt und ist neue Wege gegangen. Im Beitrag des DKIF-Jahrbuchs 2016 wird gezeigt wie das Klinikum gemeinsam und in enger Zusammenarbeit mit der Firma E&L medical systems GmbH in Erlangen (www.eundl.de) das Modul „Tumordokumentation“ als Bestandteil der E&L Dokumentationssoftware Clinic WinData (CWD) entwickelt hat.

Bereits heute steht für die Initiatoren im Klinikum fest, dass damit eine signifikante Verbesserung der Steuerungsgrundlage für Onkologische Zentren erreicht werden kann. Darüber hinaus bietet das neue Modul die Möglichkeit, die Struktur-, Ergebnis- und Prozessqualität optimal zu überwachen. Die aus der via Ampelsystem erreichten, auf Knopfdruck verfügbaren, übersichtlichen Darstellung aller zertifizierungsrelevanten Kennzahlen ist ein wesentlicher Punkt, welcher die aus der klinischen Praxis heraus entwickelte Innovation auszeichnen.

Das Tumordokumentationsmodul schafft vor allem auch für den Patienten Nutzen. Schlicht dadurch, dass durch das Modul zeitnah zum klinischen Aufenthalt oder idealerweise parallel zur Behandlung des Patienten dokumentiert wird. Durch die Auslesung und Bewertung der der Daten können signifikante Abweichungen sofort und umgehend bemerkt und darauf entsprechend und unmittelbar reagiert werden. Bis dato wurde die Behandlung meist erst am Ende des stationären Aufenthalts dokumentiert. Das kostet das Personal und die Kliniken Zeit und damit Geld. Diese späte Auswertung der Daten ist auch für das Qualitätsmanagement im Sinne der Ergebnisqualität problematisch.

Klinische Tumordokumentation
Klinische Tumordokumentation (© Klinikum St. Marien Amberg)