Spitzenmedizin und Innovation in der Gesundheitsversorgung heißt heute zunehmend auch Digitalisierung. MIt Netzwerkmedizin übernimmt die RHÖN-KLINIKUM AG eine Vorreiterrolle – z.B. durch die Gründung einer eigenen Tochter-Gesellschaft, die sich gezielt an viel versprechenden Startups der MedTech-Branche beteiligt und damit die digitale Zukunft der Gesundheitsbranche aktiv mitgestaltet.

Die Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategie treibt die RHÖN-KLINIKUM AG weiter voran und geht eine neue Zusammenarbeit mit einer Tochter der börsennotierten Fabasoft AG, dem österreichischen Enterprise Search- und Big Data-Anbieter Mindbreeze, ein. Der Klinikkonzern wird von diesem Unternehmen die KI (Künstliche Intelligenz)-basierte Suchmaschinen-Technologie Mindbreeze InSpire einsetzen. Mit dieser, in enger Zusammenarbeit mit der RHÖN-KLINIKUM AG weiter entwickelten Anwendung in Form eines medizinischen Cockpits, kann sich das gesamte medizinische Personal rascher orientieren und wird dadurch entlastet. Weiterführende Informationen sind hier abrufbar.

 

Ein umfassender Beitrag im DKIF-Jahrbuch 2016 stellt ein Netzwerkmedizin-Konzept für eine durchgängige Digitalisierung im Krankenhaus zur Unterstützung sowohl der internen Arbeitsprozesse als auch der Vernetzung mit externen Einrichtungen vor. Netzwerkmedizin erfordert eine Modernisierung der IT innerhalb des Krankenhauses bis zum klinischen Arbeitsplatzsystems KAS 4.0 und die Kommunikation über die Module der webbasierten elektronischen Patientenakte WebEPA+. Ärzte können Daten effizient mobil erfassen und aufrufen. Medizingeräte (z.B. Pumpen) und Wearables (z.B. EKG-Monitore) werden in die klinischen Informationssysteme integriert und lassen sich anhand der Daten automatisch auf den Patienten konfigurieren. Die Vernetzung der medizinischen Behandlung bietet darauf aufbauend eine große Chance für die sinnvolle und effektive Behandlung der Patienten.

Derzeit befindet sich das System in einer Teststellung und wird in den nächsten Jahren in allen Kliniken der RHÖN-KLINIKUM AG ausgerollt. Die technische Machbarkeit und die Integration in die Prozesse konnten erfolgreich demonstriert werden. Das Zuweisungsmanagement in der Zentralklinik Bad Berka, die erste Implementierung von KAS 4.0 im Universitätsklinikum Gießen und das sektorenübergreifende Schlaganfallmanagement an der Neurologischen Klinik Bad Neustadt/Saale demonstrieren die Machbarkeit der Umsetzung. Für die zukünftige Entwicklung sind drei weitere Ausbaustufen geplant: Mit der Digitalisierung soll auch die Interaktion mit den Patienten digital unterstützt werden, mit KAS 4.0 und WebEPA+ können selbstlernende Systeme etabliert werden, welche die Ärzte aktiv bei ihren Diagnose- und Therapieentscheidungen unterstützen und  hinsichtlich des technischen Fortschritts in der Datenverarbeitung (Stichwort „Big Data“) sollen Daten aus dem Hochdurchsatzverfahren (Omics/Radiomics) in der Datenstruktur abgebildet werden.

Netzwerkmedizin © Kurt Kleemann | Fotolia
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