Die Uniklinik Hamburg-Eppendorf zeigt, was heute im Bereich des Umweltschutzes möglich ist und geht dabei über wohlgemeinte Ankündigungen hinaus. Die Verantwortlichen des UKE betrachten den Schutz der Umwelt sogar als einen der Schlüsselfaktoren zum gegenwärtigen und zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg. Das UKE hat sich zum effizienzsteigernden, nachhaltigen Umgang mit Energien und den begrenzten natürlichen Ressourcen verpflichtet und sieht darin einen wichtigen Bestandteil seiner geschäftlichen Aktivitäten. Dieses Krankenhaus spart mit der Summe einer Idee Millionen. Ein Vorbild für die Verbindung von Nachhaltigkeit und ökonomischen Erfolg !

Nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit zu handeln bedeudet für die Verantwortlichen ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Ziele miteinander in Einklang zu bringen. So ist das UKE das erste Universitätsklinikum in Europa, das flächendeckend eine elektronische Patientenakte eingeführt, die einen papierlosen Klinikalltag ermöglicht. Darüber hinaus sind sind sämtliche Versorgungsprozesse (Supply Chain) strukturiert organisiert. Die Versorgungskette in den zentralen Klinikbauten des UKE erfolgt über ein immissionsfreies, fahrerloses Transportsystem (FTS), das die Produkte bedarfsorientiert für die Patientenversorgung automatisiert bis in die Stationen liefert. Außerdem ist das UKE Partner im Modellprojekt Hamburg am Strom, über das mehrere Elektrofahrzeuge den CO2-Austoß vor Ort reduzieren. Auch beim Anteil der Mitarbeiter, die mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, erreicht das UKE mit 30 & einen weit überdurchschnittlichen wert (dreimal so viele wie im Bundesdurchschnitt). Weitere Meileinsteine:

  • Im Zusammenhang mit der Einführung der elektronischen Patientenakte konnte die Dokumentationsqualität und -effizienz sowie der interdisziplinären Kommunikation verbessert werden. Mit Einsparung von mehr als 100 Tonnen Papier pro Jahr (entspricht etwa 2.500 Bäumen) und mer als 21 KW pro Betriebsstunde durch virtuelle Server. Die elektronische Patientenakte wird bereits seit eingesetzt und ermöglicht seither einen papierlosen Klinikalltag. Die Lösung galt schon 2008 in der Branche als höchst professionell
    und ausgereift und ist bereits zweimal vom Gütesiegel des Bundesamtes für Informationstechnik (BSI) zertifiziert worden. Die ganze Geschichte mit allen Details im DKIF-Jahrbuch 2016.
  • Die Konsolidierung der Druckerlandschaft und der Einsatz moderner energieeffizienter Endgeräte realisierte eine Einsparpotenzial von mehr als 1.000 Megawattstunden über eine Laufzeit von fünf Jahren
  • Das Projekt „Grüne Gebäude“ hat durch die Verdichtung klinischer Funktionen in einem neuem Zentralgebäude eine signifikante Reduzierung der Flächeninanspruchnahme bewirkt. Die sehr hohe Tageslichtverfügbarkeit hat einen spürbaren Einfluß auf die Gesunhdeit von Patienten, Mitarbeitern udn Besuchern.
  • Durch die Modernisierung der Energie-, Gebäudeleit- sowie der Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik konnte eine Verbesserung des Wirkungsgrades erreicht werden und ein jährliches Einsparpotenzials bei der Kohlendioxidemission von 13.000 Tonnen realisiert werden. Hier ist ein kleiner Filmbeitrag über das im UKE zum Einsatz kommende fahrerlose Transportsystem.
  • Mit der Einrichtung eines Buffet Buffet für Frühstück und Abendbrot kontte eine Reduktion von Speiseabfällen (Nassabfällen) um 45 Prozent erreicht werden.

ZUM UNIVERSITÄTSKLINIKUM HAMBURG-EPPENDORF (UKE)
Das UKE umfasst in 13 Zentren mehr als 80 Kliniken und Institute. Es arbeiten mehr als 10.000 Mitarbeiter dort. Jährlich nimmt das Klinikum etwa 82.000 Patienten stationär auf. Hinzu kommen 291.000 ambulante Patienten, davon rund 122.000 über die Notaufnahme.